6 häufige Fehler, die beim BARFen passieren können – und wie man sie vermeidet

Es gibt Hundebesitzer, die bei ihren Tieren die BARF-Fütterung durchführen. Wird sie falsch umgesetzt, kann es zu schwere Erkrankungen bei dem Hund führen. Immer wieder berichten die Medien über solche Fälle, wodurch Neulinge sehr leicht und stark verunsichert werden. Aus diesem Grund werden hier einige Fehler vorgestellt, die vermieden werden sollten.

1. Eine zu einseitige Fütterung

Eine biologische, rohe und artgerechte Fütterung eines Hundes basiert auf dem Beutetier-Prinzip. Es ist gleichzeitig der Grundbaustein für eine rohe und ausgewogene Ernährung für einen Hund. Viele Hundebesitzer denken jedoch, dass sie ihrem Tier einen Gefallen tun, wenn sie von diesem Prinzip abweichen und eine eigene Futterzusammenstellung bevorzugen. Dies führt zu schweren Mangelerscheinungen, die gravierende gesundheitliche Schäden hervorrufen können. Deshalb sollen alle Hundebesitzer ihre Hunde ausgewogen ernähren.

Der Mensch bevorzugt fettarmes Fleisch, daher wollen auch viele Hundebesitzer ihrem Tier ein mageres Fleisch verabreichen. Dies führt dazu, dass der Hund die notwendigen Fettsäuren nicht erhält und der Energiegehalt nicht ausreicht. Aus diesem Grund sollte jede Mahlzeit einen Fettgehalt von 15-25% aufweisen.

2. Futter mit zu wenig oder zu viele Energie

Wenn ein Tier an Unter- oder Übergewicht leidet, ist nicht immer die BARF-Ernährung der Grund dafür. Dennoch fällt es vielen Hundebesitzern am Anfang schwer, die richtige Menge an Futter einzuschätzen. Am einfachsten ist es, wenn das jeweilige Gewicht des Hundes herangezogen wird und sich an die Empfehlung für diese Gewichtsgruppe gehalten wird. Anschließend muss beobachtet werden, wie und ob sich die Figur des Tieres verändert.

Sobald sich eine Veränderung feststellen lässt, muss die Futtermenge neu angepasst werden. Dabei sollte außerdem bedacht werden, dass der Fettgehalt der verschiedenen Fleischsorten verschieden ist. Pferdefleisch ist sehr mager, während Lamm ein sehr fettes Fleisch ist. Weiterhin gibt es viele Leckerlis, die sich an den Hüften des Hundes ansetzen. Die industriell hergestellten Leckerlis enthalten meist sehr viel Zucker. Durch getrocknete Pferdelunge oder Dorsch-Nuggets können die figurunfreundlichen Leckereien problemlos ersetzt werden.

3. Der Hund bekommt zu viele Knochen

Auch gebarfte Hunde und Katzen brauchen für die Zahngesundheit und eine ausgewogene Ernährung einen gewissen Anteil an Knochen. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Tier nicht zu viele Knochen bekommt. Sobald der Calciumbedarf im Blut des Tieres gesättigt ist, ist keine weitere Aufnahme mehr möglich. Infolgedessen wird dem Verdauungsbrei im Dickdarm das Wasser entzogen und es wird nur noch eine weiße und zähe Masse ausgeschieden. Dadurch kommt es auch zu einer Behinderung der Muskelaktivität im Darm. Die Folge kann eine Verstopfung sein, die im schlimmsten Fall eine Operation erfordert.

4. Die Nahrung enthält zu viele Kohlenhydrate

Die Nahrung bei gebarften Tieren sollte einen pflanzlichen Anteil von 30% aufweisen. Da Katzen einen Enzymmangel haben, sollten sie überhaupt keine Kohlenhydrate aufnehmen. Es kommt zu einer Überlastung der Leber, der Nieren und der Bauchspeicheldrüse. Viele Krankheiten bei Hunden und Katzen entsteht aufgrund eines zu hohen Kohlenhydratanteil im Futter. Aus diesem Grund sollten Katzen so gut wie keine und Hunde nur sehr wenige pflanzliche Bestandteile über die Nahrung aufnehmen.

5. Es werden für den Hund giftige Nahrungsmittel gefüttert

Viele Hundebesitzer geben ihren Tieren auch das, was sie selbst essen. Dies kann gefährlich sein, da Tiere einige Lebensmittel nicht genau so gut vertragen, wie die Menschen. Dazu gehören unter anderem Weintrauben, Avocados, Oliven, Schokolade, Tomaten, Paprika oder rohe Kartoffeln. Im Internet gibt es Listen von den schädlichen Lebensmitteln. Diese sollte sich jeder Tierbesitzer in der Wohnung aufhängen und immer wieder einen Blick darauf werden.

6. Fleisch wird falsch aufgetaut

Wenn Fleisch unter Luftabschluss aufgetaut wird, kann es zur Bildung von Bakterien kommen. Diese produzieren Giftstoffe und geben sie an das Fleisch ab. Im schlimmsten Fall sind diese Giftstoffe für den Hund tödlich. Deshalb ist es wichtig, dass das Fleisch vor dem Auftauen immer aus der Verpackung genommen wird.