6 wichtige Tipps zum sorgenfreien BARFen unterwegs & im Urlaub

Der Urlaub naht und falls es keine Flugreise ist, der Hund deshalb auch nicht aufgrund von Flugangst bei Verwandten geparkt werden musst, sollten sich BARF Liebhaber gründlich die Versorgung vorher durch den Kopf gehen lassen.

Denn immerhin soll die Fellnase auch in trauter Zweisamkeit, schicker Skihütte oder unter sonnigen Palmen von den gesunden Vorteilen der BARF Kultur profitieren. Zwar gibt es mehr Zeit im Erholungsurlaub, doch die Vorbereitung des Nature Food unterschätzen viele.

Ist der Kurztrip jedoch spontan geplant oder ein familiärer Notfall drängt sich auf, kann immerhin noch auch Notfallrationen zurückgegriffen werden und eventuell sogar Trockenfutter eingesetzt werden.

1. Die Vorbereitung macht`s – das darf keinesfalls im Gepäck fehlen

  • besonders für einen Kurztrip mit dem Auto: eine Kühltasche! Damit können kleine Futterportionen gekonnt eingetütet werden
  • alternativerweise bietet sich eine Kühlbox an, so kann Fleisch mehrere Tage lang kühl gelagert werden

2. Eine gute Unterkunft erleichtert vieles

  • sie sollte zentral sein oder genügend Zugang zu Einkaufsmöglichkeiten haben, damit auch einmal kurzfristig Ersatzrationen besorgt werden können
  • im Hotel: eine Minibar oder ein kleiner Kühlschrank zum Lagern von Fleisch
  • sich von Vornerein eine kulante Unterkunft suchen, die auch einmal die Kühlakkus aus der Box aufladen
  • perfekt sind Ferienhäuser, da diese meistens über eine Tiefkühltruhe verfügen und ausreichend Platz bieten für den aktiven Vierbeiner

3. Der Notanker beim Reisen: Damit der Napf nicht leer bleibt

BARF-Shops bieten getrocknetes Futter und frische Ware an – jedoch sind diese meistens nur in größeren Städten vorzufinden Im Supermarkt sind beinahe alle Zutaten vertreten, die man zum BARFen braucht. Jedoch sollte zumindest an gewisse Öle etc. gedacht werden, da diese wahrscheinlich nicht im Bestand vorrätig sind.

In Tierhandlungen finden sich oft Angebote von getrockneten Fleisch, ähnlich wie getrocknetes Obst. Beim Kauf sollte jedoch auf eine schonende Trocknung (Dörrung) geachtet werden, da sonst die Nährstoffe verloren gehen. Ebenso kann auf Reinfleischdosen zurückgegriffen werden. Obst birgt natürlich wie gewohnt alle nötigen Zusätze und lässt sich ganz prima in Flocken-Form kaufen.

4. Die richtige Organisation kann helfen

Eine Checkliste leistet gute Dienste, am besten bewahrt man diese in einem Ordner auf – beispielsweise mit dem Titel “Alles für den Hund”, oder “Wichtiges für meinen Urlaub”.

Vor Urlaubsstart, falls möglich, sollte man die verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten herausfinden, damit wird der Stress schonmal minimiert. Auch auf die Öffnungszeiten und Adressen ist hier stets zu achten.

Die Ausstattung des Zimmers beim Hotel oder die Kulanz des Hotelangestellten erfragen. Somit sind diese vorgewarnt und können das Anliegen mit den Kollegen absprechen.

5. Zur Erinnerung: Wie viel Futter braucht eigentlich mein Hund?

Als Faustregel gilt die BARF Formel: ? kg : 10 = ? x 2 = ? x 100 = ? g

So gilt zum Beispiel für einen Hund, der 20 Kilogramm wiegt: 20 kg : 10 = 2 x 2 = 4 x 100 = 400 g

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Hund mit 20 kg Gewicht, jeden Tag 400 g Rohfutter bekommen sollte.

6. Die Do’s und Don’ts der BARF Kultur

Do – das schmeckt dem Hund

  • Rind, Geflügel, Pferd, Wild, Lamm, Schaf, Ziege, Kaninchen und Fisch
  • Obst und Gemüse pürieren (Hunde können sonst keine Zellulose spalten)
  • Salate, Karotten, Zucchini und Gurke
  • kaltgepresste Öle
  • ab und zu bestimmte Milchprodukte, jedoch vorher getestet
  • Eierschalen (Kalzium)
  • Kräuter

Don’t – das bitte nicht

  • Schwein! Dieses könnte den bekannten Aujeszky-Virus beinhalten und endet bei Verzehr tödlich.
  • Zu viele Knochen, denn sonst besteht die Gefahr des Knochenkotes
  • keine Auberginen, grüne Paprika, grüne Tomaten, rohe Kartoffeln, Avocados und rohe Hülsenfrüchte
  • Holunderbeeren, Kapstachelbeeren, Karambole, Weintrauben/Rosinen oder Quitten.