Affenpinscher

FCI Gruppe

Gruppe 2

Größe

Klein

Felltyp

Kurzhaar

Wohnungseignung

ja

Eine der ältesten Hunderassen in Deutschland, die in ihrer Form unverändert erhalten blieb und auch noch selten anzutreffen ist, ist der Affenpinscher. Diese lebhafte, verspielte und unerschrockene Fellnase ist der ideale Begleit- und Haushund. Er verträgt sich nicht nur mit Kindern, sondern auch mit anderen Hunden. Dieser kleine Racker hat viele gute Eigenschaften. Der Affenpinscher ist anhänglich, gehorsam, zutraulich und innerhalb der Familie temperamentvoll. Zudem ist er auch unbestechlich und wachsam.

Der Affenpinscher ist eine alte Haushunderasse und hat seinen Ursprung im süddeutschen Raum. Seine Ahnen wurden bereits auf Holzschnitten von Alber Dürer (1471 – 1528) dargestellt. Entwickelt hat sich diese Rasse aus dem rauhaarigen Zwergpinscher, gezüchtet für die Jagd von Ratten und Mäusen. Um das 19. Jahrhundert waren diese sehr beliebt, 1879 gab es bereits die ersten Eintragungen. Zur damaligen Zeit wurde der kleine in viele Farben und Schattierungen gezüchtet. Kaum zu glauben, dass erst seit dem Jahr 2000 das Zuchtziel rein schwarz ist.

Geschichte des Affenpinschers

Kleine, struppige Hunde gab es früher in vielen Ländern, daher ist schwer nachvollziehbar, woher der Affenpinscher genau abstammt.

Die wahrscheinlichste These ist die Vermutung, dass der kleine Racker eine Kreuzung von Pinscher und asiatischen, mopsartigen Hunden ist. In einem Gemälde aus dem Jahr 1434 von Maler Jan van Eyk ist ein kleiner Hund zu sehen. Dieser könnte ein direkter Vorläufer des Griffons, Zwergschnauzers oder auch der Affenpinscher gewesen sein. Aber eines ist sicher: Das heutige Erscheinungsbild der Affenpinscher gibt es bereits sehr lange.

Typische Rassemerkmale

Seinem nicht unbedingt schmeichelnden Namen „Affenpinscher“ verdankt der kleine Racker seiner typischen Schopfbehaarung, die hart und strähnig absteht. Durch seine flache Nase, die runden Augen und den Vorbiss wird ein leicht affenartiger Gesichtsausdruck vermittelt. Diese Merkmale unterscheiden den kleinen Racker von anderen Pinschern. Einzigartig sind auch sein raues Fell und der verkürzte Fang, was ihn zu einem ganz besonderen Pinscher macht. In manchen Fällen kann er schonmal mit dem Griffon verwechselt werden, dieser hat aber eine breite und längere Schnauzpartie, als der Affenpinscher. Seine Zähne sollten bei geschlossenem Fang nicht ersichtlich sein.

Der kleine schwarze Zuchthund hat harte Texturen im Fell. Dieses bildet am Kopf einen bemerkenswerten Schmuck mit buschigen Brauen. Zudem trägt er einen vollen Bart und stachelige Schopf- wie auch Backenbehaarung. Selbst seine Knopfaugen werden durch widerspenstiges Haar kranzartig umfasst.

Der Affenpinscher und sein Charakter

Diese kleine Fellnase ist hartnäckig, unerschrocken und wachsam. Er ist ein sehr angenehmer Familienhund, der sich mit Kindern gut verträgt und gerne spielt. Manchmal macht sich seine aufbrausende Leidenschaft dabei bemerkbar. Besonders bei Hundeliebhabern ist dieser robuste Zwerghund durch seine ausgeprägte Persönlichkeit, sein eigenwilliges Aussehen, die hohe Anpassungsfähigkeit und das einnehmende Temperament begehrt.

Weniger Freude hat der kleine Racker als Schoßhund. Hat dieser aber genügend Möglichkeit, sich auszutoben, wird er sich als ein treuer Hausgenosse mit hoher Lebenserwartung erweisen. Hohe Ansprüche an die Art der Aktivität stellt der anpassungsfähige Kaltschnauzer dabei nicht. Er freut sich über jede Abwechslung. Toben im Stadtpark, wo er sich in der Regel mit anderen Hunden verträgt, macht ihm genauso viel Freude wie eine ausgiebige Wanderung. Das Schlimmste für diese kleine quirlige und lebhafte Fellnase ist Langeweile.

Der Affenpinscher kann durchaus frech oder stur sein, wenn einmal etwas nicht nach seinem Sinn läuft. Durch seinen freundlichen Charakter verzeiht man dem kleinen Racker seine Launen sehr schnell. Seinerseits ist er aber auch nicht nachtragend und lässt sich mit einem kleinen Spielchen leicht ablenken. Dieser hochintelligente Racker besitzt eine schnelle Auffassungsgabe und versteht auch, was von ihm verlangt wird, wenn er denn will. Trotz seines Eigensinnes ist er unkompliziert und findet sich überall gut zurecht.

Jederzeit steht diese Fellnase seinem Menschen zur Seite und erweist sich als anhänglicher und verschmuster Partner. Fremde lernen ihn manchmal als cholerischen kleinen Teufel kennen, da er seine Aufgabe als Wachhund zu ernst nimmt. Im Französischen wird er deswegen auch „Diabletin Moustache“ genannt, was im Deutschen in etwa „kleiner Teufel mit Backenbart“ bedeutet.

Dafür wurde der Affenpinscher ursprünglich eingesetzt

Hauptsächlich wurde der Affenpinscher damals zur Nagetierjagd eingesetzt. Dieser Tätigkeit geht er heute zumindest nur noch zum Vergnügen nach, es sei denn, er wird für dafür auf einem Bauernhof gehalten. Alternativ zur Jagd findet der kleine Racker in ausgiebigen Spaziergängen oder beim wilden Spiel mit dem Besitzer seinen Ausgleich. Der neugierige und verspielte Vierbeiner beweist sich auch in verschiedenen Hundesportarten, wie etwa Agility.

Häufige Fragen zum Affenpinscher

Wie häufig kommt der Affenpinscher vor?

Affenpinscher besitzen als Welpen schwarzes Fell und die Unterwolle in derselben Farbe. In manchen Fällen kommt es jedoch vor, dass sich auch graue oder braune Schattierungen ergeben. Er zählt zu der seltensten Hunderasse der Welt, da der Affenpinscher je Wurf höchstens drei Welpen hervorbringt. Alleine in Deutschland werden jährlich gerade mal 20 bis 30 Welpen geboren.

Was braucht der Affenpinscher, um zufrieden zu sein?

Den Affenpinschern reicht die Nähe ihrer Menschen aus, um zufrieden zu sein. Viel Zuwendung brauchen diese menschenbezogenen und anhänglichen Fellnasen, stellen aber ansonsten kaum Ansprüche an ihr Umfeld. Ob Stadtwohnung oder Landhaus mit Garten, diese kleinen fühlen sich überall wohl und haben keine Probleme, sich zurecht zu finden.

Affenpinscher sind bereit, schnell zu lernen und ihrem Halter zu folgen. Den Menschen stehen sie meist wohlgesonnen gegenüber. Dieser kleinen Fellnase wir eine gewisse Hartnäckigkeit nachgesagt, die nicht selten in Sturheit umschlägt und damit bei der Erziehung zu einem Problem führen kann. Damit der kleine Racker kein aufbrausender Tyrann wird dürfen Konsequenzen keine Mangel Erscheinung aufweisen.

Wie viel Auslauf braucht der Affenpinscher?

Da diese sehr temperamentvoll und lebhaft sind ist es wichtig den Affenpinscher genügend zu Beschäftigen. Lange und abwechslungsreche Spaziergänge oder Herumtopen in der freien Natur genießen diese kleinen Racker mit ihrer Familie oder auch anderen Hunden. Da diese eigentlich zu Jagd gezüchtet wurden, darf man die Ausdauer und ihr Bewegungsbedürfnis nicht unterschätzen. Affenpinscher lassen sich schnell für neue Übungen und Aktivitäten mit ihrem Menschen begeistern. Ihre Verspieltheit und ihre Auffassungsgabe machen dies erst möglich. Sin sind sehr dankbare und unkomplizierte Hunde.