Beim Ausflug zum See mit Hund: Achtung vor Blaualgen!

Blaualgen-im-See

Wenn die Sommer sehr warm und sonnig sind, kommt es häufig vor, dass Seen umkippen und für Hunde und Menschen das Baden verboten ist. In der Vergangenheit ist es schon oft vorgekommen, dass Hundebesitzer ihre Hunde trotz Verbot in den See gelassen haben. Durch die Blaualgen-Verseuchung musste der Hund anschließend zum Tierarzt. Hier einige Tipps und Ratschläge zur Blaualgengefahr in Gewässern:

1. Warum kommt es zur Vergiftung der Gewässer durch Blaualgen?

Sind die Niederschläge zu gering und die Temperaturen über einen längeren Zeitraum hoch, kann der Sauerstoffgehalt im Wasser sinken. Nicht selten ist so wenig Sauerstoff im Wasser, dass die Fische sterben. Auch Flüsse wie die Elbe können davon betroffen sein. Dieser Zustand des Wassers ist die Grundlage für die Bildung von Blaualgen. Für die Blaualgenexplosion können auch Cyanobakterien verantwortlich sein. Unerlaubte Müllentsorgung oder das Abkippen von Gartenabfällen kann ebenfalls dazu beitragen, dass das Gewässer kippt. Das Düngeverhalten in der Landwirtschaft ist eine weitere Ursache, dass Flüsse und Seen belastet werden.

2. Wie lässt sich eine Vergiftung mit Blaualgen erkennen?

Die Vergiftung mit Blaualgen wird durch Cyanobakterien ausgelöst. Wenn ein Hund aus einem umgekippten See trinkt, reicht es aus, dass er erkrankt und zum Tierarzt muss. Watet der Hund nur durch das Wasser und schleckt sich danach Fell und Pfoten ab, kann dies ebenfalls zu einer Nerven- und Lebervergiftung führen.

Folgende Symptome treten beim Hund bei einer Blaualgenvergiftung auf:

  • Der Hund wirkt kraftlos, stolpert und wirkt lethargisch.
  • Er speichelt viel, ist orientierungslos und die Augen tränen viel.
  • Erbrechen und Atemnot können auftreten.
  • Schwarzer und blutiger Durchfall können auftreten.
  • Blasse Schleimhäute sind ein Indiz für eine Vergiftung.
  • Krampfanfälle und Lähmungen, Muskelzittern und Muskelstarre können auftreten.
  • Der Hund kann im Ernstfall auch bewusstlos werden oder einen Schock erleiden.

3. Wo können Blaualgen auftreten?

Meistens entstehen in Süßgewässern Blaualgen. Die Folge ist, dass der See ab einer bestimmten Konzentration umkippt. Meist passiert das in den ruhigen, flachen und warmen Bereichen von Teichen, Bächen und Seen, die lange Zeit unter starkem Sonneneinfluss standen. Bei Meeren und Ozeanen kann es sogar in küstennahen Gebieten zu einer Algenblüte kommen.

4. Wie erfährt man, ob Gewässer in der Nähe betroffen sind?

In vielen Großstädten und Gemeinden wird routinemäßig die Wasserqualität überprüft, um festzustellen, ob Blaualgen eine gefährliche Konzentration erreicht haben. Das Internet kann als Recherchequelle dazu dienen, heraus zu finden, welche Gewässer betroffen sind und ob Badeverbot erteilt wurde. Umweltverbände und Ortsverwaltungen können auch per Email oder telefonisch angefragt werden, um Auskunft zu erhalten.

5. Blaualgen sind im Wasser gut sichtbar.

Sind im Wasser undurchsichtige, grüne Schlieren zu sehen, dann ist das Gewässer von Blaualgen befallen. Der Algenteppich kann eine wolkenartige Form annehmen und ist aus der Luft besonders gut zu erkennen.

6. Welche Maßnahmen sollen ergriffen werden, wenn sich der Hund infiziert hat?

Zeigt der Hund nach dem Trinken oder Baden in einem befallenen Gewässer die oben genannten Symptome, sollte schnellstens ein Tierarzt aufgesucht werden. Bei kleinen, schwachen und älteren Hunden kann eine solche Vergiftung tödlich enden. In diesem Fall helfen keine Hausmittel, auch keine Bettruhe, der Gang zum Tierarzt oder in die Tierklinik ist unvermeidbar. Trotz Aufregung sollte Ruhe bewahrt werden – auch wenn es nicht leicht fällt.

Was es in jedem Fall zu beachten gilt

Für den Tierarzt ist es extrem wichtig, die Symptome so exakt wie möglich zu schildern. Veränderungen sollte beschrieben werden. Was hat sich verändert (z.B. die Farbe der Mundschleimhaut), gibt es Ausfallerscheinungen usw. Der Tierarzt kann dann sofort die richtigen Sofortmaßnahmen einleiten und mit etwas Glück geht es dem Hund in einigen Tagen wieder besser.