Bin ich wirklich bereit für einen Hund?

Viele Menschen hegen den Wunsch, sich einen vierbeinigen Gefährten, in Gestalt eines Hundes in ihr Leben zu holen. Zu süß und kuschelig sind doch diese pelzigen kleinen Spielgefährten. Bevor man aber den Weg zur nächsten Tierhandlung antritt und sich einen Welpen kaufen möchte, sollte man ein paar Dinge in Betracht ziehen, die man im Ansturm der ersten emotionalen Überlegung nicht erwogen hat.

Verantwortung und Zeit

Mit einem Welpen kaufen alleine ist es nicht getan. Sich einen Vierbeiner in sein Leben zu holen bedeutet weit mehr als ein Körbchen zu organisieren und ein paar Dosen Hundefutter. Da wäre einmal die berechtigte Frage, ob man überhaupt über ausreichend Zeit verfügt. Ob man die Zeit hat, regelmäßig mit dem kleinen Racker seine Runden zu drehen, damit er genügend Auslauf bekommt. Einfaches Gassi gehen, reicht nämlich nicht. Ebenso wie wir Menschen brauchen Hunde soziale Kontakte. Sie benötigen diese ebenso wie wir um ihre Umwelt, ihr Revier kennenzulernen, mit anderen Artgenossen zu spielen und sich mit ihnen zu unterhalten. Hunde gehören mit zu jenen Lebewesen, die am meisten kommunizieren. Dies tun sie zwar nicht in Form eines Kaffeetratsches, sondern in Form von Schnüffeln, Spielen und Herumtollen. Das verlangt nach Regelmäßigkeit und somit nach Zeit, wenn man nicht möchte das ihre Sinne verkümmern und sie depressiv werden. Ein Punkt, der ebenso in den Verantwortungsbereich des Besitzers gehört wie das regelmäßige und gute Füttern.

Stadt oder Land?

Von ebenso großer Bedeutung ist es, wie man wohnt. Wenn man zum Beispiel in einer Stadtwohnung zu Hause ist, würde ein großer Hund wahrscheinlich keine gute Wahl darstellen. Aber auch die kleineren verlangen nach einer natürlichen Umgebung und sei es nur, das man regelmäßig mit ihnen in den nächsten Park geht. DEN Stadthund gibt es eigentlich nicht. Wenn man in einer ländlicheren Gegend zu Hause ist oder am Stadtrand, sieht es da schon etwas anders aus. Aber auch dann gibt es ein paar Dinge zu beachten. Genau wie bei den Menschen gibt es auch bei Hunden unterschiedliche Charaktere. Der eine ist eher der ruhige Typ, während der andere gerne mal auf Abenteuer aus ist. Auch darauf sollte man acht geben, bevor man sich blindlings für einen Hund entscheidet.

Rassehund oder Mischling?

Manchmal führt das sogenannte Modebewusstsein des Menschen soweit, das dieses auch die Entscheidung beeinflusst, welchen Hund man sich aussucht. Heute sind es Pekinesen, morgen Stafford und übermorgen Schäferhunde. Man sollte, besonders diesem Trend nicht folgen. Hunde sind Lebewesen der besonderen Art und keine modischen Accessoires. Auch sollte es keine Rolle spielen, ob ein Hund diesen oder jenen Stammbaum aufweist, sondern einzig und alleine ob man vom ersten Moment an, eine Beziehung aufbauen kann. Es sollte also eine Entscheidung des Herzens sein und nicht des Modegeschmacks.

Einen Hund adoptieren, das neue Familienmitglied

In den örtlichen Tierheimen warten hunderte von Hunden aller Rassen auf ein neues zu Hause, auf eine Familie oder einen Partner, der sie aus dem Käfig befreit und ihnen ein neues Leben schenkt. Einen Hund zu adoptieren lässt sich dabei fast schon vergleichen mit der Adoption eines Kindes. Man schenkt auch ihm/ihr, ein neues Leben in einem möglichst behaglichen und friedlichen Heim. Er wird umsorgt und gepflegt, ist Teil einer Familie und Partner. Hunde, egal welcher Rasse, die man aus einem Tierheim adoptiert, sind die mit am dankbarsten Wesen die der Mensch sich vorstellen kann. Ihre Loyalität ist fast schon unbegrenzt. Vor allem aber stellen sie im Miteinander eine Bereicherung dar, die kein noch so teures Geschenk aufwiegen kann.

Egal ob Welpe aus der Tierhandlung oder einen Gefährten aus dem Tierheim. Die Verantwortung bleibt gleich. Im Ausgleich dafür erhält man unendlich große Zuneigung.