Das große Problem von Trockenfutter

Es sind nicht nur die Inhaltsstoffe, die Trockenfutter problematisch, sogar schädlich machen. Auch die Zusammensetzung, das Verfahren der Herstellung und die Art und Weise, wie das Futter anschließend vom Hund verdaut wird, sorgen für viele Probleme. Unsere Hunde können krank davon werden. Sie können schmerzhafte Magenverstimmungen davontragen und im Allgemeinen einen massiven Teil ihrer Lebensqualität einbüßen. Aber sehen wir uns nun einmal genauer an, warum Trockenfutter überhaupt schädlich ist.

Ein Blick in die Geschichte: Was der Hund früher gefressen hat

In freier Wildbahn hat der Hund natürlich schon immer diverse Beutetiere gerissen. Pflanzliche Inhaltsstoffe kann sein Verdauungssystem nicht in der Bandbreite verarbeiten, wie es nötig wäre, um all die darin enthaltenen Nährstoffe aufzunehmen. Aus diesem Grund ist er darauf angewiesen, diese Nährstoffe über die Beutetiere aufzunehmen, die zumindest zum Teil eine pflanzenbasierte Nahrung aufweisen.

Daneben konnte sich der Hund stets auf seine Sinne verlassen. Was nicht gut für ihn war, wurde nicht gefressen. Ein Verhalten, zu dem er heute in domestizierter Form gar nicht mehr in der Lage wäre, weil er es nicht mehr anders kennt. Aus diesem Grund sind Hunde den Mangelerscheinungen und langfristigen Krankheiten auch quasi hilflos ausgeliefert, die sie durch eine falsche Ernährung erleiden werden.

Trockenfutter ist schädlich für unsere Hunde

  • Es ist mit künstlichen Vitaminen versetzt, weil die natürlich enthaltenen Nährstoffe nicht ausreichen würden, um seinen Tagesbedarf zu decken.
  • Die beigefügten Vitamine können im schlimmsten Fall zu Symptomen, wie Übelkeit und Blähungen bis hin zu schwerwiegenden Lebererkrankungen führen. Außerdem gilt als durch verschiedene Studien erwiesen, dass sie das Krebsrisiko steigern.
  • Viele der Inhaltsstoffe sind fragwürdig. Dinge, die wir unseren Hunden unter vollem Bewusstsein niemals verfüttern würden – von Sägespänen bis hin zu Motoröl!
  • Sein Magen-Darm-Trakt ist zu kurz, dadurch können die im Trockenfutter enthaltenen komplexen Kohlenhydrate nicht verarbeitet werden. Hunde brauchen daher leicht verdauliche tierische Proteine, während pflanzliche Inhaltsstoffe nur in geringen Mengen vorkommen sollten.
Trockenfutter zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass maximal 14 % Feuchte darin enthalten ist. Doch mit dem Grundgedanken, dass der Hund einfach mehr Wasser hingestellt bekommen soll, um die Differenz zum Nassfutter auszugleichen, ist es nicht getan.

Trockenfutter beginnt nämlich aufzuqillen, sobald Flüssigkeit hinzukommt. Das führt dazu, dass der Magen binnen weniger Sekunden befüllt ist. Der Appetit wird unterdrückt, was einen natürlichen Vorgang bei vollem Magen darstellt, und der Hund nimmt keine weitere Flüssigkeit zu sich – egal, wie viel ihm letzten Endes hingestellt wird. Das Trockenfutter saugt indessen sämtliche Flüssigkeit auf, die im Magen hinzukommt. Damit auch Magensäure!

Trockenfutter wird mit zwei Verfahren hergestellt

Und keines davon ist wirklich positiv hervorzuheben.

Entweder kommt es zum Extrusionsverfahren, bei dem eine Rohstoffmischung unter hohem Druck in eine Form gepresst wird. So entstehen anschließend entweder Ringe, Pellets, Kroketten oder andere bekannte Formen. Mineralstoffe und Kohlenhydrate kommen noch während dieser Verarbeitung künstlich hinzu, damit der Nährwertgehalt angehoben wird.

Dann gibt es noch das Pelletierverfahren, bei dem die Rohstoffe gemahlen und zu einem Gemenge verarbeitet werden. Auch hier wird der Mix anschließend in eine bestimmte Form gebracht. Abschließend werden die Zutaten mit kaltem Wasser bespritzt, damit die Maße formbar wird.

Während diesen Vorgängen kommen dann die ganzen künstlichen Vitamine hinzu, um entweder die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen oder potenzielle Käufer durch bedeutungsschwangere Wörter zu begeistern.
  • X Geschmacksrichtungen
  • Ideal für sensible Hunde
  • Getreidefrei – mit Kartoffel statt Getreide
  • Vollnahrung mit ausgewählten Proteinen
  • wertvolle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
  • reich an frischem Huhn/Schwein/Rind
  • hoher Fleischgehalt (40 %)
Wusstest du, dass Hundefutter einen Fleischanteil von mindestens 80 % enthalten sollte, um auch wirklich hundgerecht zu sein?

Vermeintliche Vorteile unter der Lupe

  • Trockenfutter stoppt Durchfall. Das stimmt, aber auch nur, weil es sämtliche Flüssigkeit aufsaugt, die der Kaltschnauzer zu sich nimmt!
  • Trockenfutter ist gut für die Zähne und fördert den Zahnabrieb. Hunde kauen Trockenfutter kaum, es wird meist in einem Stück runtergeschluckt, während kleine Hunde vielleicht zwei-, dreimal draufbeißen.
  • Durch häufiges Kauen wird das Tier schnell satt. Das stimmt nicht, denn da das Trockenfutter nicht den nötigen Nährstoffbedarf enthält, bleiben die Tiere hungrig.
  • Trockenfutter ist günstiger als Nassfutter. Bedeutet das echt, dass du deshalb auf minderwertige Qualität setzen solltest? Wenn du so ein Mindset hast, dann hast du die Verantwortung noch nicht verstanden, die du damit übernimmst, wenn du einen Hund adoptierst.
  • Aber Trockenfutter ist vom Hund leichter zu verwerten als Nassfutter oder BARF! Das ist nur ein hartnäckiger Mythos. Ganz im Gegenteil weist Trockenfutter sogar nur eine Verwertbarkeit von maximal 40 % auf, während selbiger Prozentsatz bei Nassfutter zwischen 85 und 95 % liegt.

Es sind Abfälle, die im Trockenfutter verarbeitet sind

Der Teufel liegt im Detail: Kaum wenden die Futterhersteller eine offene Deklaration an, bei der ausnahmslos alle Nähr- und Inhaltsstoffe genannt werden, die im Futter sind. Stattdessen setzen sie auf geschlossene Deklarationen und nennen nur die Übergruppen.
  • Fleisch kann alles bedeuten. Das können tierische Nebenprodukte sein, die völlig leer von Nährwerten sind und die wir Menschen als Abfall ansehen!
    • Fleischmehl sind alle Abfälle.
    • Geflügelmehl kann riskante Abfälle von Hühnern beinhalten; Krallen, Schnäbel und Federn inbegriffen!
  • Kornprodukte werden beigefügt, um das Futter künstlich aufzufüllen. Mais, Soja und gemahlener Abfall bestimmen 90 % des Futterinhalts und gelten als zu größten Teilen unverdaulich für den Hund!
  • Fettstoffe, die nicht für Menschen geeignet sind, werden in Trockenfutter noch weiter verarbeitet. Zum Beispiel Ölreste aus Imbissbuden oder verdorbene Sahne!

Im Trockenfutter ist jede Menge K3-Material drin

Was das Trockenfutter erst so richtig schädlich für Hunde macht, ist das ganze K3-Material, das darin enthalten ist. Mit anderen Worten riskante Abfälle der Kategorie 3, festgelegt nach Verordnung (EG) Nr. 1774/2002. Dazu zählen:

  • Ganze Körper oder nur Teile von Nagetieren, Mäusen, Ratten, Hamster und Hasen
  • Ganze Körper oder nur Teile von Schlachtkörpern, die für den Menschen als ungenießbar eingestuft wurden
  • Nebenprodukte aus der Brütere = Eier inklusive Schalen und Eintagsküken
  • Rohmilch von lebenden Tieren
  • Schalen von Weichtieren
  • Schlachtabfälle, die unter die genussuntaugliche Kategorie fallen = Geflügelköpfe, Haut, Fell, Pelz, Haare, Wolle, Federn, Hörner, Schweineborsten, Füße inkl. Zehen und Pfotenknochen, Plazenta, Fettgewebe, Bindegewebe und Blut
  • Separatoren- und Zentrifugenschlamm aus der Milchproduktion
  • Wirbellose Wasser- und Landtiere
  • Sonstige Speise- und Küchenabfälle aus der Industrie

Zwar müssen all diese Inhaltsstoffe – insbesondere die tierischen – vor der Verarbeitung auf mögliche Krankheiten überprüft werden, aber auch nur, um sicherzustellen, dass sich der Mensch nicht daran anstecken kann!

Schon der Hinweis “tierische Nebenprodukte” bei geschlossener Deklaration bedeutet in der Regel, dass mindestens eine der aufgelisteten Zutaten im Futter enthalten ist!

Und dann kommen wie gesagt noch jede Menge künstliche Vitamine zum Einsatz. Aber nicht nur das.

Die skandalösen Inhaltsstoffe stapeln sich

  • Geliermittel und Stabilisatoren sorgen für die einfachere Bildung einer formbaren Masse.
  • Farbstoffe sorgen dafür, dass das Hundefutter optisch genießbar wirkt – und zwar für den Menschen!
  • Aromen und Geschmacksstoffe gaukeln dem Hund vor, dass er etwas Leckeres bekommt.
  • Bindemittel und Konservierungsstoffe halten das Futter frisch, sind aber in solchen Mengen schädlich für den Hund.
  • Auch Zitronensäure ist dadurch oft im Hundefutter enthalten, die sich aggressiv im Verdauungstrakt auswirkt!
Der Hinweis “ohne Konservierungsstoffe” ist nur eine Ausrede dafür, dass stattdessen fragwürdige Chemikalien genutzt werden.

Statt den üblichen Konservierungsstoffen werden dann nämlich Butylhydroxytoluol (kurz BHT), Butylhydroxyanisol (BHA), Etoxyquin (EQ) und Formaldehyd eingesetzt. Und die sind im Allgemeinen nicht nur dafür bekannt, allergische Reaktionen zu verursachen, sondern gelten ganz offiziell als hochwirksame und langanhaltende Gifte.

Multinationale Konzerne geben den Ton an

  • Colgate/Palmolive: Hill’s Science Diet
  • Masterfoods: Schappi und Pedigree
    • Masterfoods, Waltham, Effem und Royal Canin sind Tochtergesellschaften von Mars
  • Nestlé: Ralston Purina, Bonzo, Friskies und Matzinger
  • Procter & Gamble an (P&G): Iams und Eukanuba

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Letzte Aktualisierung am 20.02.2020 um 03:33 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API