6 häufige Fehler im Welpentraining und wie sie zu vermeiden sind

Bei einem Welpen ist die Gefahr groß, dass die Erziehung etwas zu locker angegangen wird. Wenn die kleinen Knopfaugen nach oben blicken, wird das ein oder andere Herrchen schon mal schwach und sieht über ein konsequentes Verhalten hinweg. Doch gerade bei den ganz kleinen Hunden ist es wichtig, dass sie Grundregeln lernen und wissen, was von ihnen erwartet wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Fehler vermieden werden.

1. Ein zu später Beginn mit der Erziehung

Wenn dem Welpen anfangs vieles verziehen wird und das Verhalten geduldet wird, werden ihm von Anfang an falsche Regeln beigebracht. Wie soll er es auch verstehen, dass er nach einigen Wochen plötzlich nicht mehr auf die Couch darf, oder dass er plötzlich keine Menschen mehr anspringen oder die Essensreste vom Tisch nehmen darf?! Haben sich Fehler in der Erziehung und ein falsches Verhalten erstmal gefestigt, ist es sehr schwer, sie wieder zu beheben. Aus diesem Grund ist es wichtig und einfacher, wenn von Anfang an klare Regeln festgelegt und umgesetzt werden.

2. Zu wenige Regeln bei zu vielen Freiräumen

Genau wie ein kleines Kind muss auch ein Welpe erst lernen, was er darf und was nicht erlaubt ist. Dies kann er nur durch Routine, eine Orientierung und durch Klarheit erlernen. Darf sich ein Welpe ohne Einschränkung im Haus bewegen, mit allem spielen was er findet oder Futter ständig zur Verfügung steht, werden die kleinen Hunde sehr schnell übermütig.

Da kleine Hundebabys meist noch sehr süß sind, wird über ein zerstörtes Wohnzimmer oder ein umgeworfener Futternapf meist noch hinweggesehen. Doch wird das Tier älter, rufen solche Situationen meist Ärger hervor. Wichtig ist es, dass mit allen Familienmitgliedern und Bewohnern besprochen wird, welches Verhalten geduldet und welches unerwünscht ist. Anschließend werden Regeln aufgestellt, die alle Beteiligten befolgen müssen. Die Kommandos “Sitz”, “Platz”, “Bei Fuß” oder “Nein” sollte bereits den Welpen beigebracht werden.

3. Die Welpen werden überfordert

Zu wenige Regeln sind genauso schlecht, wie eine Überforderung des Tieres. Bis der Hund weiß, was von ihm gewollt wird und welches Verhalten nicht geduldet wird, kann es einige Zeit dauern, so dass der Hundebesitzer Geduld mitbringen muss. Die Trainingseinheiten sollten daher in kleine Portionen aufgeteilt werden. Weiterhin sollte ein mehrmaliges Wiederholen des Kommandos vermieden werden.

4. Unangemessene Strafen für den Welpen

Dass bei einem Welpen nicht alles durchgelassen werden darf, bedeutet nicht gleichzeitig, dass harte Bestrafungen eingesetzt werden. Gewalt gegen ein Tier ist absolut verboten. Das Timing für eine Strafe muss angemessen sein. Wird mit einem Welpen geschimpft, weil er irgendwann während des Tages auf den Teppich uriniert hat, wird er nicht mehr wissen, warum er mehrere Stunden später dafür gerügt wird. Nur wenn er auf frischer Tat ertappt wird, wirkt ein deutliches und bestimmtes “Nein”.

5. Der Welpe wird vermenschlicht

Ein Hund gehört fest zu einer Familie und das ist auch gut so und wichtig. Doch es darf dabei nicht vergessen werden, dass es ein Hund ist. Die kleinen Hunde leben im Hier und im Jetzt. Ihre Gefühle verknüpfen sie mit dem, was aktuell passiert. Wird also ein ängstlicher Hund getröstet, bedeutet dies für das Tier, dass seine Angst gerechtfertigt ist und wird in der nächsten, ähnlichen Situation, wieder genauso reagieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Hundebesitzer gelassen reagiert und dem Tier dadurch signalisiert, dass es keinen Grund gibt, um Angst haben.

6. Mit dem Hund zu viel reden

Kein Hund kann etwas damit anfangen, wenn mit ihm, wie mit einem Mensch, geredet wird. Die Frage “Was hast du wieder angestellt” wird und kann das Tier nicht beantworten. Ein Welpe braucht eine klare Ansage, die zwar bestimmt aber trotzdem freundlich ist.