Futtermilben erkennen, bekämpfen und vorbeugen

Milben sind die Feinde eines jeden Hundes. Sie sind nicht nur unangenehmen und lösen starken Juckreiz aus, sie rufen außerdem vermehrt allergische Reaktionen hervor. Futtermilben sind auch unter dem Namen Vorratsmilben bekannt und gehören zur Kategorie der Hausstaubmilben. Aber wie können diese Milben erkannt und bekämpft werden? Diese Fragen, sowie typische allergische Reaktionen werden im folgenden Artikel geklärt.

Wie kann man Futtermilben erkennen?

Mit einer Größe von nur 300-600 µm sind Futtermilben sehr schwer zu erkennen. Sie gehören zur Kategorie der Spinnentiere und werden unterteilt unter Acaridae und Glycyphagidae. Ihre bevorzugten Lebensräume sind Getreide, Futter, Körner, Heu und Mehl. Auch in Ställen sind sie oft zu finden, sowie in Möbeln, Hausstaub und sogar Käse.

Eine Temperatur von rund 25°C mit einer Luftfeuchtigkeit von 80 % ist für sie ideal, um zu überleben. Falls letztere jedoch unter 50 % sinkt, trocknen Futtermilben aus. Außerdem ist bekannt, dass diese Tiere selbst ohne diese gewünschten Bedingungen relativ lange überleben können. Futtermilben gehören zu einer Milbenart, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, nicht wie andere Milbenarten auf Mensch und Tier zu leben, sondern in der Umgebung selbst.

Wie gelangen Futtermilben ins Hundefutter?

In gewöhnlichen Futtermitteln sind sie eine Seltenheit. Falls jedoch Milben gefunden werden, deutet das im Regelfall darauf hin, dass das Futter bereits überlagert ist und dem Hund demnach nicht mehr gefüttert werden soll. Theoretisch ist es aber möglich, dass sie auf verschiedensten Wegen in das Futter gelangen.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich Milben an jeder Station während der Produktion einnisten können. Bereits Rohstoffe können in manchen Fällen von Futtermilben befallen sein und diese übertragen sich weiter bis in die Verarbeitung. Normalerweise können diese Milben während einer solchen Verarbeitung nicht überleben, es kann jedoch sein, dass die Überreste der toten Tiere sich weiter auf die Produkte übertragen.

Wird das Futter während der Produktion jedoch zu lange offen gelagert, können sich ebenfalls Milben einnisten, dasselbe geschieht auch wenn das Futter beim Besitzer zu lange offen herumsteht.

Die Tiere können sich auch durch den Hausstaub im Futter festsetzen und dieses kontaminieren. Wenn das Futter daher offen neben dem Hundebett stehen gelassen wird, kann es in manchen Fällen vorkommen, dass sich Futtermilben darin einnisten. Auch Kleidung kann eine Rolle spielen, vor allem wenn diese im Stall oder während Heu-Arbeiten getragen wird.

Wie wird eine Allergie gegen Futtermilben erkannt?

Der Grund für eine Allergie geht auf die Eiweißbestandteile ihrer Exkremente zurück. Um eine Reaktion auf der Haut zu bekommen, müssen diese Bestandteile jedoch direkten Kontakt mit dem Körper haben. Außerdem ist es möglich, durch das Futter selbst an Allergien zu erkranken.

Eine Allergie gegen Futtermilben äußert sich bei Hunden durch starken Juckreiz. Da der Hund sich dadurch sehr viel kratzt, kann es auch zu Verletzungen der Haut kommen. Ebenfalls kann eine Entzündung der Haut selbst vorliegen.

Bei einem Tierarztbesuch wird mithilfe einer Blutuntersuchung die Allergie diagnostiziert – was in vielen Fällen sehr schwierig sein kann, da gewisse Tests oft positive Ergebnisse anzeigen, obwohl eine Allergie vorhanden ist. Das liegt daran, dass vor allem Hausmilben in allen möglichen Umgebungen gefunden werden und Menschen, sowie Hunde bereits Antikörper entwickelt haben.

Die Vorbeugung gegen unerwünschte Mitbewohner

Werden in Futtermitteln Milben gefunden, sollten diese sofort entsorgt werden. Erkannt wird ein kontaminiertes Futter dadurch, dass Milbenstaub am Boden zu finden ist. Auch ein Geruch nach Minze kann vorhanden sein.

Natürlich ist es wichtig, entsprechende Hygienemaßnahmen zu ergreifen, wie z.B. die Liegeplätze und Betten der Hunde mit 60°C oder mehr zu waschen. Weitere Maßnahmen sind außerdem:

  • Das Futter nicht mehr nach Ablauf des Datums benutzen
  • In kühlen und trockenen Räume lagern
  • Kleine Mengen auf Vorrat halten und die Verpackung luftdicht verschließen
  • Nicht bei menschlichen Nahrungsmitteln lagern
  • Bessere Qualität verwenden
  • Das Futter einfrieren