Gesundheitsfibel – die häufigsten Hundekrankheiten

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Leider sind auch unsere kleinen Lieblinge nicht davor gefeit, hin und wieder eine Krankheit auszubrüten oder unter anderen gesundheitlichen Problemen zu leiden. Für den Besitzer ist dabei Panik unangebracht, denn man trägt immerhin die Verantwortung für den kleinen Racker. Also cool bleiben und für ihn da sein – das ist nun das Allerwichtigste!

Hundekrankheiten im Überblick

Vorbeischauen lohnt sich! Die Gesundheitsfibel wird aktuell noch regelmäßig erweitert.

Schnellcheck: Erkennen, ob der Hund krank ist

Ein Gesundheitscheck sollte einmal die Woche durchgeführt werden. Dabei gilt es insbesondere folgende Dinge zu überprüfen:

  • Ist das Zahnfleisch hellrosa?
  • Sitzen alle Zähne fest?
  • Sind die Augen klar, glatt und ohne Verkrustungen oder sonstige Verletzungen?
  • Ist die Ohrmsuchel hellrosa?
  • Sieht der Ohrenschmalz unverändert aus?
  • Hat das Fell seinen üblichen Glanz?
  • Sind Kopf, Körper, Bauch und Pfoten frei von irgendwelchen Verletzungen, Schwellungen, Rötungen oder möglichen Parasiten?
  • Gibt es Schuppenflechten, die in den Griff zu bekommen sind?
  • Sind die Krallen ausreichend gekürzt?
  • Sind an den Pfotenballen auch keine Verletzungen ersichtlich?
  • Ist das Gewicht unverändert?
  • Sind After und Vaginal- bzw. Penisbereich sauber und ausreichend freigeschnitten, damit das Geschäft ohne Einschränkung verrichtet werden kann?

Zusätzlich dazu ist der Körper regelmäßig auf ungewöhnliche Knubbel und Knoten zu überprüfen, da es sich hierbei um Tumore handeln kann. Um diese zu finden, müssen die einzelnen Körperteile vorsichtig und mit nicht zu viel Druck abgetastet werden.

Die wichtigsten Anzeichen einer Krankheit

Es gibt verschiedene mögliche Anzeichen dafür, dass ein Hund krank geworden ist. Je mehr davon bemerkt werden, umso stärker wird natürlich auch der Verdacht, dass der Kaltschnauzer Ruhe und Erholung braucht:

  • Atemveränderungen (übermäßiges Schnarchen, röchelndes Hecheln)
  • Ausfluss aus der Nase (Nase ist feuchter als sonst)
  • Fieber (Die Durchschnittstemperatur eines Hundes liegt bei 37 bis 39°)
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Hautprobleme (Ausschläge, Geschwulste, Juckreiz oder erkennbare Verletzung)
  • Infektionen
  • Orientierungsprobleme
  • Schmerzen
  • Unreinheit (Inkontinenz, plötzliche Unreinheit)
  • Verhaltensänderungen (Das Tier frisst weniger, ist gereizt, hat weniger Bewegungsdrang)
  • Verdauungsprobleme (Durchfall, Erbrechen, aufgeblähter Bauchraum)

Ein weiteres, sehr eindeutiges Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt, ist das Humpeln. Bestehen keine Gelenkprobleme oder sonstige Beeinträchtigungen in den Beinen, so möchte der Hund damit in der Regel mitteilen, dass ihm etwas wehtut oder irgendetwas nicht stimmt.

Auch unübliche Aggressionen bei Berührungen, sowie Jaulen und anderes Jammern, sind Zeichen dazu. Hier gilt es allerdings zu unterscheiden; ist der Hund schon etwas älter und möchte er nicht mehr so viel hochgehoben werden, kann er hier auch ein Knurren von sich geben, obwohl ihm nichts fehlt. Er teilt dadurch stattdessen mit, dass er einfach nur seine Ruhe haben möchte.

Erste Hilfe bei Krankheiten – das kann man tun

Bei einer Erkältung darf dem Hund ruhig lauwarmer oder auch abgekühlter Kamillentee geboten werden. Er soll viel Ruhe haben und zu viel Schlaf kommen. Sollte es dazu kommen, dass er für kurze Zeit unrein wird, dann einfach wegwischen und nicht direkt mit ihm schimpfen. Es darf und soll auch ausgiebig mit dem Hund gekuschelt werden, denn Körperwärme ist förderlich, dass er wieder gesund wird.

Möchte der Hund nach wie vor spazieren gehen, so ist das in Maßen erlaubt. Die frische Luft bringt schließlich auch seinen Kreislauf in Schwung. Am besten immer in der Nähe vom Zuhause bleiben, damit man ihn bei Bedarf zurücktragen kann. Ansonsten herrscht striktes Spielverbot, damit er seine Energie für den Kampf gegen die Erkältung behält.

Wichtig ist, dass immer wieder die Temperatur gemessen wird. Tritt Fieber ein, so ist unbedingt ein Tierarzt aufzusuchen!

Ein bewährtes Hausrezept für Erkältung, sowie Magenverstimmungen: Zwei Äpfel pürieren und mit einem Becher Naturjoghurt sowie drei Esslöffeln feiner Bienenhonig vermengen. Schmeckt und duftet herrlich!

Hat der Hund einen Hautausschlag, so muss immer untersucht werden, woher dieser kommt. Es könnte auch eine Allergie der Grund dafür sein – oder aber ein Parasitenbefall zum Beispiel. Um grundsätzlich dagegen zu helfen und einem möglichen Haarausfall entgegenzuwirken, kann die betroffene Stelle mit reinem Pflanzenöl betupft werden.

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr zwischen Hund und Mensch?

Bislang ist es nur bei einer klassischen Erkältung mit Husten, Schnupfen und Fieber bekannt, dass der Besitzer seinen Hund damit angesteckt hat – oder dieser zumindest kurz nach ihm krank geworden ist. Beim Hund äußert sich das in erster Linie durch eine tränende Nase, häufiges Niesen und mitunter auch Fieber. Daher immer die Gesichter voneinander entfernt halten und regelmäßig die Hände waschen, bevor der Hund gestreichelt wird. Die Tröpfcheninfektion scheint auch bei Kaltschnauzern ansteckend zu sein.

Im Ernstfall immer zum Tierarzt

Sobald sich der Zustand der geliebten Fellnase verschlechtert, muss unbedingt ein Termin beim Tierarzt vereinbart werden. Am Ende gilt schließlich: Lieber einmal zu oft den Arzt aufgesucht zu haben, als einmal zu wenig.

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