Humpeln

Der Hund ist des Menschen bester Freund und gerade deshalb möchte man für seinen treuen Gefährten nur das Beste. Leider kann es vorkommen, dass er von jetzt auf gleich humpelt und der Besitzer fragt sich: Wie konnte es dazu kommen? Habe ich etwas übersehen? Muss ich zum Tierarzt? Wenn ein Hund lahmt kann das viele Gründe haben. Wichtig dabei ist, dass man seinen Hund aufmerksam beobachtet und untersucht, damit man die Ursache und den Schweregrad der möglichen Verletzung bestimmen kann.

Zudem gibt es bestimmte Punkte, die dabei berücksichtigt werden sollten, wie Rasse, Alter, Gewicht, Ernährung, Verhalten, Vorlieben und auch Vorerkrankungen. Wenn der Besitzer lernt richtig mit der Situation umzugehen und darauf angemessen reagiert, kann er seinem geliebten Hund schnell und gezielt helfen. Es folgen ein paar nützliche Tipps, die ein Hundebesitzer, im Falle einer Lahmheit seines Hundes, berücksichtigen kann.

1. Die Art der Lahmheit bestimmen

Der Schreck sitzt tief, wenn ein Herrchen seinen kleinen Liebling humpeln sieht. Doch es muss nicht immer gleich vom Schlimmsten ausgegangen werden. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und seinen Hund genau zu beobachten. Die Art der Lahmheit kann schon sehr viel über die Verletzung aussagen. Da gibt es zum einen die Hangbeinlahmheit, bei der die Gliedmaße weniger weit nach vorn geschwungen wird.

Meist handelt es sich dabei um einen Schmerz im oberen Bereich der Gliedmaße, wie zum Beispiel die Schulter. Zum anderen gibt es die Stützbeinlahmheit, bei der die Phase der vollen Belastung der Gliedmaße verkürzt ist, was ein Zeichen für eine mögliche Verletzung des unteren Beines sein kann. Wenn der Hund seine Gliedmaße gar nicht belastet und permanent angezogen hat, dann ist der Schmerz meistens sehr hoch und das Herrchen sollte so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.

2. Mögliche Ursachen herausfinden

Überaus wichtig, auch für die spätere Diagnose beim Tierarzt, ist es, herauszufinden, was der Hund zuletzt, vor der Lahmheit gemacht hat. Hat er mit anderen Hunden getobt? Hat er sich davor lange ausgeruht, also nicht viel bewegt? Ist das Humpeln nach dem Hundesport oder Spielen mit dem Besitzer aufgetreten?

Ebenfalls beachten sollte man das Alter des Hundes, denn Senioren haben oft mit degenerativer Arthrose zu kämpfen und Welpen befinden sich noch im Wachstum, das heißt die Knochen bestehen noch zu einem großen Teil aus Knorpel und sind somit sehr weich und anfällig für Fehlstellungen. Was frisst der Hund? Hat er alle Vitamine und Mineralstoffe, die er für seinen Bewegungsapparat braucht? Bei vielen Rassen gibt es auch spezifische Erkrankungen, die auftreten können, wie Kreuzbandrisse bei Boxern oder Patellaluxation bei Zwergrassen, wie dem Chihuahua.

3. Untersuchung der betroffenen Gliedmaßen

Wenn die Art der Lahmheit bestimmt wurde, kann der Besitzer seinen Hund an der betroffenen Stelle gezielter untersuchen. Hierbei sollte sehr darauf geachtet werden, wie er auf die Berührung reagiert, denn wird mit dem Abtasten der Gliedmaße starker Schmerz ausgelöst, kann der Hund eventuell schnappen. Schon, wenn er schmatzt, ist das ein erstes Anzeichen für Schmerz. Wird das berücksichtigt, kann die Gliedmaße, am besten von der Pfote ausgehend bis zur Schulter, untersucht werden.

Nicht mehr als Abtasten und langsames, passives Bewegen der einzelnen Gelenke sollten bei der Untersuchung durchgeführt werden. Dabei wird auch auf kleine Fremdkörper in den Ballen geachtet. Ist äußerlich eine Verletzung zu erkennen oder hat der Hund zum Beispiel beim Beugen des Ellenbogengelenkes Schmerzen angezeigt, dann sollte der Besitzer einen Tierarzt aufsuchen. Denn dieser hat die nötige Erfahrung und die speziellen Geräte zur optimalen Diagnose der Verletzung.

Je nach Schweregrad der Verletzung, kann er auch einen Besuch beim Hundephysiotherapeuten empfehlen, der mit intensiven Massagen und Übungen den Hund wieder fit machen kann, denn was dem Herrchen guttut, wird auch seinem Vierbeiner helfen.