Rassen Guide – Gattung, Gruppe und Eigenschaften

Schon zu frühen Urzeiten hatten Hunde eine wichtige Rolle zu tragen. Entsprechend ihren Aufgaben begann man, sie in Gruppierungen zu unterteilen. Mit der Zeit entwickelten sich daraus 10 verschiedene Gruppen, in die heute bekannte Hunderassen unterteilt werden. Ganz grob unterscheidet man jedoch zwischen kleinen, mittelgroßen und großen Hunden.

Kleine, mittelgroße und große Hunde – wie wird das unterschieden?

Kleine Hunde
Mittlere Hunde
Große Hunde
Kleine Hunde

Sie sind klein und unglaublich niedlich - und trotzdem keinesfalls zu unterschätzen. Durch ihre Größe neigen sie dazu, besonders agil zu sein und auch ihre Ansprüche sind oft höher, als anfangs erwartet. Von einem kleinen Hund spricht man, wenn er eine Widerristhöhe von bis zu 40 Zentimeter nicht überschreitet. Ihr durchschnittliches Körpergewicht erreicht zwischen 5 bis 10 kg - je nach Rasse.

Bei den kleinen Hunden gibt es nochmal eine zusätzliche Unterkategorie, welche die Zwerghunde oder eben die ganz kleinen in sich vereint. Mit bis zu 14 Jahren Lebenserwartung können kleine Hunde vergleichsweise alt werden.

Häufige Gesundheitsprobleme von kleinen Rassen

Kleine Hunde kämpfen oft vermehrt mit Zahnsteinbildung, da ihr Kiefer wesentlich kleiner ausfällt und die Zähne damit auch sehr eng beeinanderliegen. Dabei können auch schlechter Atem und Zahnfleischentzündungen mehrfache Begleiterscheinungen sein - bis hin zu langanhaltenden Schaden, die der Kiefer davonträgt.

Da die kleinen Gattungen schneller an einem Verdauungsproblem leiden, sollte die Nahrung nicht allzu oft gewechselt werden. Auch Fütterungen mit Mittag- oder Abendessen sollten daher nur in Maßen geschehen. Andernfalls sind Durchfall und Blähungen häufige Symptome, die auftreten werden. Um dem vorzubeugen, ist unbedingt auf Hundefutter zu setzen, das sich gut verdauen lässt.

Viele kleine Hunderassen haben vom Welpenalter an bereits einen geringeren Bewegungsdrang und neigen daher zu Übergewicht.

Mittlere Hunde

Mittelgroße Hunde wurden bereits vor vielen Jahren als verlässliche Jagd- und Wachhunde eingesetzt. Sie profitieren von ihrer hohen Agilität und besitzen dabei gleichzeitig mehr Körperkraft durch ihre Größe. Als mittelgroßer Hund gelten alle Rassen, die eine Schulterhöhe von bis zu 50 cm erreichen und dabei auch eine wesentlich stärkere Statur besitzen, als die kleinen Hunde. Ihr Durchschnittsgewicht erreicht bis zu 25 kg.

Wer einen mittelgroßen Hund adoptiert, gewinnt ein Familienmitglied mit ausgesprochenem Temperament für sich. Sie sind unglaublich loyal, doch auch in gewisser Weise unberechenbar. Während sie noch heute Lust auf ausgiebiges Spiel haben, kann schon morgen ein Spaziergang zur liebsten Beschäftigung werden.

Häufige Gesundheitsprobleme mittelgroßer Hunde

Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von rund 15 Jahren müssen mittelgroße Hunde stets gut auf ihre Gesundheit Acht geben. Ihre Verdauung ist besonders empfindlich, denn sie neigen oft zu Verstopfung und sollten daher streng ausgewähltes Futter bekommen. Auch ihr Immunsystem ist schnell angeschlagen - besonders dann, wenn sie sich hohem Stress ausgesetzt fühlen.

Neben einer strengen Futterkur sollten mittelgroße Hunde daher regelmäßig Sport betreiben.

Große Hunde

Wie auch die kleinen Hunde, sind die großen Gattungen in zwei Untergruppen einsortiert. Hier kennt man die großen, die bis zu 44 kg auf die Waage bringen und die Riesen, welche ab 45 kg zählen. Ihre Schulterhöhe beträgt im Durchschnitt rund 70 cm.

Von allen Rassen haben die großen Hunde die geringste Lebenserwartung. Vor allem gesundheitliche Probleme, die durch den rapiden Wachstum ab dem 18. Monat einsetzen werden, kürzen die Lebenszeit stark.

Häufige Gesundheitsprobleme großer Rassen

Um gesund zu wachsen, brauchen große Hunde nicht nur entsprechendes Futter, sondern auch artgerechte Bewegung. Hohe Sprünge und Treppen sollten mindestens bis zum Alter von eineinhalb Jahren strengstens gemieden werden. Denn während der dabei stattfindenden Wachstumsschübe werden insbesondere Beinmuskeln und -gelenke belastet.

Da sich das insgesamte Körpergewicht großer Hunde ab dem 15. Monat bis ins Siebziegfache steigert, reagiert auch ihre Verdauung äußerst sensibel auf plötzlichen Futterwechsel. Eine Umstellung sollte unbedingt länger geplant und nur schrittweise eingeführt werden.

Um bei der Adoption eines Kaltschnauzers die richtige aller Hunderassen für sich selbst zu finden, spielen eine Vielzahl verschiedener Faktoren eine tragende Rolle. Dabei geht es nicht etwa um die Größe, sondern vielmehr um die Eigenschaften, für welche die jeweilige Rasse bekannt ist.

Hunderassen im Überblick

FCI-Gruppen – 10 Sektionen der Hunderassen

FCI ist eine Kurzform für Fédération Cynologique Internationale, einem Dachverband, der sämtliche anerkannte Hunderassen in Gruppen und Sektoren unterteilt, die auf ihre ursprünglichen Aufgaben zurückzuführen sind. In nur ganz seltenen Fällen werden Rassen nicht anerkannt, wie etwa die Amerikanische Bulldogge oder der American Pit Bull Terrier. Grund hierfür gibt es keinen Speziellen, in den meisten Fällen sind sie einfach zu neu. Gleichzeitig gibt es auch so manche Rassen, die nur vorläufig angenommen sind. Wie beispielsweise der Australian Stumpy Tail, der seit 2005 unter der FCI-Systematik geführt wird.

Wer bei einem Wettbewerb teilnehmen möchte, der dem Reglement der FCI unterstellt ist, kann das nur mit einer hiervon anerkannten Hunderasse tun.

Die 10 Gruppierungen der FCI lauten:

  1. Hüte- und Treibhunde
  2. Pinscher, Schnauzer, Sennenhunde und ähnliche
  3. Terrier
  4. Dachshunde
  5. Spitze
  6. Laufhunde, Schweißhunde und ähnliche
  7. Vorstehhunde
  8. Apportier-, Stöber- und Wasserhunde
  9. Gesellschafts- und Begleithunde
  10. Windhunde