Welpenfutter

Welpen sind in ihrer Ernährung extrem sensibel. Auf falsches Futter reagieren sie schnell mit Verdauungsproblemen, Durchfall und Erbrechen. Das macht gerade die anfängliche Zeit schwierig, denn man möchte schließlich, dass der Kleine später einmal groß und stark ist.

Am besten ist es, anfangs sorgfältig ein Futter auszuwählen, das man auch während der gesamten Welpenzeit beibehalten kann.

Welches Futter sollte ausgewählt werden?

Es macht keinen Unterschied, ob man von klein auf BARFen möchte, oder ob man zu Nass- oder Trockenfutter greift. Am wichtigsten ist zunächst, dass der Welpe das Futter verträgt. Danach geht es erst darum, dass alle Nährstoffe enthalten sind, die er braucht – und dass es ihm schmeckt! Denn so wird er sich auf sein Futter freuen und es mit Genuss verschlingen.

Aus diesem Grund gibt es nicht das eine, richtige Futter. Wichtig ist, dass man auf möglichst hochwertige Inhaltsstoffe achtet.

Situationen, in denen eine Futterumstellung notwendig wird

Nicht immer lässt sich die bisherige Gewohnheit beibehalten. Etwa, wenn der Züchter ein ganz anderes Futter geboten hat und man mit dessen Inhaltsstoffen nicht zufrieden ist.

Die Umstellung zum eigenen Futter muss langsam geschehen. Es braucht Gewöhnungszeit, damit nicht nur der Geschmackssinn, sondern auch Darm und Magen gut darauf reagieren. Das macht man, indem man zunächst ganz kleine und dann immer größer werdende Mengen davon austauscht. Über einen Zeitraum von nur einer Woche kann so dann das gesamte Futter umgestellt werden. Noch besser funktioniert die Futterumstellung übrigens, wenn man nicht nur eine große, sondern drei bis vier Mahlzeiten am Tag serviert.

Feste Fütterungszeiten sind wichtig

Um die Verdauung zu unterstützen, sollte der Welpe und später auch der erwachsene Hund unbedingt feste Fütterungszeiten bekommen. Ob man dabei um ein paar Minuten variiert, ist dann nicht schlimm. Hauptsache, eine grobe Zeitstruktur wird den Tag über vorgegeben.

So stellt sich beim Kaltschnauzer nämlich ganz automatisch eine innere Uhr ein, die ihren Rhythmus nach aktiver Wachzeit, Fütterungszeit und der daraufhin für ihn  notwendigen Ruhephase aufteilt.

Was Welpen wirklich brauchen

In den kleinen Verkettungen der Erbanlagen trägt der Welpe alles in sich, was ihn als Hund ausmacht. Besonders in den frühen Monaten, also in der Zeit zwischen der 3. bis 16. Woche benötigt der Welpe alle lebenswichtigen Nährstoffe, die er nur bekommen kann. In dieser Zeit werden sozusagen die Weichen für sein weiteres Gedeihen gelegt. Damit dem so ist, benötigt er in erster Linie hochwertiges, nahrhaftes Futter. Nur mit diesem kann er Muskeln und Kraft, aber auch Widerstandskraft aufbauen, um gegen etwaige Allergien und Krankheiten gefeit zu sein.

Auf allen Verpackungen, die man im Handel findet, finden sich sogenannte Futterempfehlungen. Diesen sollte man aber nur bedingt Glauben schenken. Denn abgesehen davon, dass sie immer nur einen Durchschnittswert darstellen, verweisen sie kaum auf die Tatsache, dass darin enthaltenes Getreide für den Welpen eigentlich nicht notwendig wäre. Getreide an und für sich stellt für den Welpen keine Ernährungsnotwendigkeit dar. Auch, wenn es unter dem Begriff eines Ballaststoffes angeführt wird. Mitunter sorgt es stattdessen sogar dafür, dass Allergien und Unverträglichkeiten auftreten.

Je nachdem, woher dieses Getreide stammt, wie es angebaut wurde und auf welche Art und Weise es behandelt wurde, kann es sogar dazu führen, dass sich Krankheiten entwickeln, welche ohne diesen Getreidezusatz nicht aufgetreten wären. Tatsächlich verhält es sich so, dass im Welpenfutter enthaltenes Getreide als sogenanntes Füllmaterial dient. Soll heißen, das damit an der Qualität des Produktes gespart wird. Denn das, was am teureren Grundprodukt Fleisch gespart wird, lässt sich durch Füllmaterial ersetzen. Es handelt sich hierbei also nur um die Erzielung höheren Profits auf Kosten des Welpen.

Der Fleischanteil von artgerechtem Hundefutter beträgt mindestens 80 %.

Lieber auf naturbelassene Produkte setzen

Der Welpe benötigt in den ersten Lebenswochen vor allem naturbelassene Nährstoffe. Um dies zu gewährleisten, sollte er dadurch auch nur möglichst naturbelassenes Futter fressen.

Dies geschieht am besten, wenn seine Nahrung zum Teil aus Fleisch und Gemüse besteht, welches zum Teil in roher und zum Teil in gekochter Form gegeben wird; wobei der Rohanteil aber nicht höher als 15 % ausmachen sollte. Auf diese Weise bewahrt man den Welpen davor, dass er mit chemischen Stoffen in Berührung kommt, die ihn am gesunden Wachstum hindern.

Welpen benötigen in den ersten Lebenswochen außerdem ausreichend Fleisch, da sich darin die für sein Wachstum notwendigen tierischen Aminosäuren befinden. Sie spenden ihm Energie, sollten aber auf der anderen Seite auch nicht zu hoch ausfallen. Andernfalls könnte er einen zu starken Wachstumsschub bekommen und dadurch brüchige Knochen erhalten.